SoundOfSurveillance_Doku
Tuesday, February 5th, 2008 by Dominik
Idee
Die allgemeine Überwachung, beispielsweise durch Kameras, ist inzwischen längst akzeptierter Bestandteil unserer Gesellschaft geworden.
Darüber hinaus wird versucht diesem Phänomen einen gewissen Spaßfaktor abzugewinnen und die vorhandene Technik ohne weitere Prüfung ihres praktischen Nutzens zu verwenden, wann immer sie zur Verfügung stehen.
Dies führt zu einer unglaublichen Flut an Daten, die unreflektiert veröffentlicht werden – oft ohne jeden (positiven) Nutzen und ohne besondere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
SoundOfSurveillance ist der Versuch der Rückeroberung der digitalen Abbilder öffentlicher Plätze. Erreicht werden soll dies mit Hilfe einer sinnvollen Interpretation, die den belanglosen Bildern neuen Wert verleiht.
Nachdem ihre visuelle Nutzbarkeit erschöpft scheint, untersucht SoundOfSurveillance ihr auditives Potential. So soll es gelingen, jedem Ort eine charakteristische akustische Repräsentation gegenüberzustellen, die über eine gewisse Aussagekraft über diesen Ort verfügt, auf Grund ihrer abstrahierten Form allerdings gegenüber der reinen Abbildung einen akustischen Mehrwert mitbringt.
Idea
Surveillance. for example via cameras, is an accepted part of our society for ages.
Furthermore there´s the attempt to generate a certain fun factor by using every technique that´s available without questioning its user value.
This results in an incredible dataoutput, that´s published whithout any advantage and often even without reaching anyone.
SoundOfSurveillance tries to reconquer the digital reflection of public places by generating a usefull interpretation, that revaluates those images.
Because of lacking in further visual usability the pictures are checked for their auditory potential. That way every place gets an acoustic represantation that consists of both, an informal significance and an additional value because of generating abstract sounds.

Umsetzung
Die öffentlich erreichbaren Internet-Livecams, die inzwischen an unzähligen Orten angebracht sind und ihre Bilder online publizieren, dienen als Informationsquelle für SoundOfSurveillance.
Nachdem der Charakter öffentlicher Plätze in erster Linie daraus resultiert, was auf ihnen stattfindet, werden die Bilder gezielt nach „Lebenszeichen“ gesucht.
Dies geschieht mit Hilfe eines FrameDifferencings, dass aufeinanderfolgende Bilder analysiert und Veränderungen darauf ausliest.
Um die ausgelesenen Daten in ihre akustische Repräsentation zu übersetzen, sind die Bilder in ein unsichtbares Raster unterteilt. Alle veränderten Bildpunkte werden anhand dieses Rasters lokalisiert und ihre Koordinaten werden in Mididaten umgerechnet.
Anschließend werden diese Daten an ein (beliebiges) Midiausgabegerät weitergeleitet. In diesem konkreten Aufbau an Garageband.
Dort bestimmt das Setup der virtuellen Instrumente die Art der akustischen Ausgabe. Da im Endeffekt eine abstrakte Soundcollage entstehen soll, wurden hierfür keine realitätsnahen Instrumente gewählt sondern solche, die anstelle einzelner Töne einen flächigen Sound generieren.
Realization
Source of informations is the huge amount of online life cameras.
Because of the fact, that the typical character of public places is resulting predominantly from what is happening there the pictures are analyzed for „signs of life“.
Therefore a FrameDifferencing studies pictures that come after one another and detects changes on them.
For translating the resulting information in its acoustic representation there´s an invisible grid lying an the images. Every changed pixel is lokalized by using the grid and its coordinates are converted in mididata.
Afterwards those were send to a midioutputdevice. In this case garageband was used.
In garageband the setup of the virtual instruments determines the specific sound of the acoustic output. Aiming more at an abstract soundcollage than a classical melody there´s a need of using instruments that create soundpatterns not single tones.


Ausblick
SoundOfSurveillance profitiert in jeder Hinsicht von einer möglichst flexiblen Wahl der verschiedenen Inputquellen sowie einer maximalen Manipulierbarkeit der ausgehenden Daten. Hier bestehen also weiterer Möglichkeiten der Entwicklung einer möglichst barrierefreien Anwendung.
Auch wäre eine Installation am Ort des Inputs, also in der Nähe der genutzen Kamera, denkbar um eine Art öffentliches Instrument zu schaffen, dass den Passanten zur Interaktion einlädt.
Desweiteren wäre eine technische Variante von SoundsOfSurveillance vorstellbar, die den repräsentativen Charakter der Sounds weiter in den Hintergrund rückt und stattdessen den Schwerpunkt darauf legt ein innovatives Musikinstrument zu schaffen. Ebenfalls beruhend auf den Daten, die die Überwachungsindustrie liefert.
Prospect
There´s a good possibility for extending the user value of SoundOfSurveillance by providing further options for flexible choice of the input source and manipulating the output.
Even an installation located directly where the camera takes the image would be possible. Resulting in something like a public instrument that provokes interaction.
Furthermore one could think about a version of SoundOfSurveillance that is more like an innovative Instrument where the sounds are mixed together than providing representative sounds.