Das Geflecht aus verschlüsselten und unverschlüsselten Wireless-LANs ist in den meisten Städten längst flächendeckend. Digitale Inhalte durchdringen dort überall in Form elektromagnetischer Wellen den realen Raum, befinden sich in permanenter Bewegung zwischen Clients und Servern und bleiben die längste Zeit ihrer Reise durch den Äther unsichtbar. Lediglich eine Handvoll Schnittstellen, meist in Form von zweidimensionalen Displays, lassen eine Manifestation dieser Daten in einer für uns gewohnt formatierten Darstellung zu. Es bleibt kaum vorstellbar, wie viele in elektrische Impulse zerlegte Informationen ohne Unterlass um uns herum und durch uns hindurch jagen. Denn Computernetzwerke sind zwar allgegenwärtig, unser einziger Berührungspunkt mit ihnen bleibt jedoch im beschränkten Rahmen eines virtuellen Fensters.
Every large city of our time is already covered by a network of public and private wireless LANs. Binary data penetrates the urban space in terms of electromagnetic waves, always in motion between clients and servers and most of the time invisible . Just a few interfaces, mostly two dimensional displays, provide direct access to this information in a shape we can comprehend. It is hard to imagine the amount of information in the form of simple pulses which is surrounding us at any time in any place. Even though computer networks are everywhere, the only points of contact to them are framed digital windows.
KONZEPT
„Herbarium digital“ will den Rahmen des PC-Fensters sprengen und einen neuen Berührungspunkt mit der virtuellen Welt schaffen. Digitale Informationen werden losgelöst von ihrer eigentlichen Botschaft betrachtet und zum Gestaltungsmittel in einer eigenen Zeichensprache, definiert durch ihre mediale Beschaffenheit. Dazu wird in Echtzeit der Datenfluss eines W-LANs analysiert und in Form von floralem Wachstum visuell umgesetzt. Jede im Netzwerk übertragene Datei erzeugt eine Blüte, deren Aussehen sich aus deren Datentyp und deren Ausmaß sich aus deren Datengröße ergibt. Die Visualisierung findet nicht am Bildschirm statt, sondern wird in den Raum hinein projiziert und orientiert sich dabei an bestehenden baulichen Strukturen, wie Ecken, Türen, Vorsprüngen etc. Tritt eine Person an die Projektion heran, so beginnt diese darauf zu reagieren. Je nach Position des Nutzers sortiert sich das florale Gebilde nach einem bestimmten Datentyp und gibt somit die Möglichkeit die Bedeutung der verschiedenen Blüten zu entschlüsseln. Durch die Interaktion mit Architektur und Nutzer verschmilzt die Projektion mit der Realität und ist nicht mehr nur das zweidimensionale Fenster in den virtuellen Raum.
“Herbarium digital“ wants to go beyond the limits of common computer windows and it creates a new point of contact to the cyber space. It uses digital data not in the way of a common medium for a special message, but as an instrument of a new sign language. The data traffic of a wireless LAN is analysed in real time and translated into graphics similar to floral growth. Each data file transmitted via the network creates its own bloom, whose appearance is defined by the data type and the file size. This is not happening on a common computer display, but is directly projected onto a room, geared to structural elements like corners, edges and doors. The projection reacts if a person steps towards it. Dependent on the users position the floral structure aligns itself in a way which offers the viewer a possibility to decode its meaning. Because of the interaction with the architecture and the user, the projection fuses with the real space and is not any longer a two dimensional window to the cyber space.
AUFBAU
Die gesamte Anwendung setzt sich zusammen aus vier einzelnen Programmen, allesamt geschrieben mit der Java-Entwicklungsumgebung Processing: Einem Client der Canivore-Bibliothek, zuständig für das parsen des Netzwerk-Traffics. Einer Art Paint-Anwendung, in der sich die Raumstrukturen nachzeichnen lassen. Einem Tracking-Programm zum erfassen der räumlichen Nutzer-Position und schließlich der Kernanwendung zur Visualisierung der Daten.
The whole application consists of four single programs written with the java developer tool Processing. A Carnivore client used to parse the network traffic. A paint application to trace the structural elements of the room the projection is placed in. A tracking application to locate the position of any user in front of the projection. And the last: the main application, which visualizes the data.
(paint, parser, main application, camera tracking)
AUSBLICK
Einsatzszenarien für „Herbarium digital“ bieten sich überall dort, wo größere Hot-Spots eine Mehrzahl von Rechnern miteinander verbinden und dementsprechend viel unterschiedlicher Netzwerk-Traffic vorhanden ist. Interessant wäre es in diesem Zusammenhang, die Visualisierung nach außen hin sichtbar zu machen, also z.B. auf Fassaden öffentlicher Gebäude zu projizieren, um zusätzlich das verborgene Innenleben dieser Einrichtungen sichtbar zu machen. Voraussetzung hierfür wären zum einen Dunkelheit, sowie ein besonders lichtstarker Projektor, wie man ihn vom L.A.S.E.R. Tagging des Graffiti Research Labs kennt. Eine Kooperation in dieser Richtung wäre sicherlich spannend …
Possible fields of application for „Herbarium digital“ are wireless LAN hot spot, which connect a larger number of computers and as a consequence contain a multitude of different traffic. In this context it would be interesting to show the visualisation in urban space, i.e. to project onto the front of public buildings, to make activities hidden inside visible. Two other requirements would be necessary: darkness and a projector with high luminance, similar to the one used by Graffiti Research Lab for their L.A.S.E.R. Tagging. A cooperation would be very interesting …
Eine Installation. Im Modell wird die Kommunikation zwischen Oberwelt und Unterwelt gezeigt. Sehr subtil und zurückhaltend dienen Wind und Licht als Grammatik einer Verbindung von Passanten oberer Gehwege und Wartenden oder Fahrenden unterer U-Bahnhöfe. Zwischen diesen zwei urbanen Welten sendet die untere Welt mit der Aura der Züge, die über die Luftschächte Wind nach oben schicken. Die obere Welt antwortet mit Licht, welches abstrakt die Bewegungen der Passanten nachzeichnet.
In der oberen Welt dienen die Überwachungskameras dem Tracking und erfassen die Aura und die Bewegungen der Personen. Diese Bewegungen werden in gleicher Schaltung in der unteren Welt über die Beleuchtung widergegeben. Die Überwachung bekommt einen angenehmeren Geschmack, da die Aura der Menschen als schützendes Licht an andere Orte gesendet wird und nicht in Überwachungsarchiven verschwindet.
Der Wind der fahrenden U-Bahnzüge ist der Impuls der unteren Welt. Die Aura stößt hierbei im Modell kleine Lamettabüschel zur Bewegung an und antwortet so auf Gehwegen und Plätzen den Lichtbewegungen der oberen Welt.
Da die Personen in der U-Bahn unbewusst Signale senden, werden auch die Passanten der Oberwelt ohne direkte Aufmerksamkeit nebenbei getrackt und zu abstrakt subtilen Kommunikatoren.
Das Modell als kleiner Tischaufbau mit Projektionen dient der Idee als Beispiel einer Anwendung in der realen Welt.
.
Die Hardware besteht aus einer Kamera, fünf Ventilatoren, fünf LED’s und dem Modell selbst. Die Software entspricht einer Splitscreen-Projektion aus einem Video und dem durch das Tracking erzeugten Livebild aus weißen Silhouetten. Es entsteht durch ein TrackerDifferencing-Bild.
Das Video steuert per Zeitintervalle die fünf Ventilatoren, die so nacheinander anspringen, kurz laufen und wiedder aus gehen. Das Tracking-Bild ist in ein horizontales Raster aufgeteilt und steuert so pro Spalte eine LED an. Diese leuchtet solange sich eine gertackte Person in der jeweiligen Spalte bewegt.
Die Ventilatoren und LED’s werden über HIGH-LOW-Befehle durch ein Arduino-Board gesteuert.
.
Das Modell ist zweigeteilt in Ober- und Unterwelt. Oberhalb wird das Tracking-Bild auf eine abstrahierte Straßenszene projeziert, unterhalb wird das U-Bahn-Video projeziert und abgespielt. In der “Grenze” sind die fünf Ventilatoren in Styroporplatten eingelassen, reagieren auf den vorbeifahrenden Zug und bringen Lametta zum flattern. Nach Unten leuchten fünf LED’s unabhängig voneinander, indem sie auf das Kamera-Tracking reagieren.
Die Kamera trackt einen leicht entfernten Bereich, sodass das Eingreifen in die Installation durch die eigene Aura subtil geschieht und unerwartet wahrgenommen wird.
Die Installation „KlangStufen“ beschäftigt sich mit dem Klang von Städten. Jede Stadt hat ihren ganz eigenen Sound, der uns viel über ihren Charakter verrät. Allerdings nehmen wir den Klang meistens nur unbewusst wahr. Das Visuelle dominiert. Dabei können wir durch Hören die Komplexität des Raumes erfassen, aber wir sehen nur einen Ausschnitt von diesem.
The installation „KlangStufen“ deals with the sound of cities. Every city has its quite own sound which gives us a lot of information about its character. However, we mostly notice the sound only unconsciously. The visual dominates. We can capture the complexity of the space by hearing, but we see only one part of it.
Idee | Idea
„Klangstufen“ ist ein Experiment das zeigt, in wie weit man Informationen aus dem Klang einer Stadt erhalten kann. Man kann den städtischen Raum auditiv erfahren, in dem man die unterschiedlichen Höhenstufen einer Stadt begehen kann, was im realen Raum so gar nicht möglich wäre. Man soll sich voll und ganz auf die Sounds konzentieren, das Visuelle tritt in den Hintergrund.
„KlangStufen“ is an experiment to show, how much information you can get from the sound of a city. You can experience the urban space auditivly by mounting the different height levels of a city, which would not be possible in the real space at all. You should concentrate completely on the sounds, the visual remains in the background.
Konzept | Concept
Eine Treppe macht dem Benutzer das Überwinden von Höhenunterschieden begreifbar. Die einzelnen Stufen entsprechen dabei den unterschiedlichen Höhenschichten. So kann man die bestehende Architektur im Raum nutzen, um den urbanen Raum und Informationen über diesen zu erfahren.
Der Benutzer wählt auf einer an die Wand projizierten Karte seinen Standpunkt in der Stadt aus. Von diesem Punkt aus bewegt man sich nun entlang der y-Achse in die Höhe bzw unter die Erde, je nachdem auf welcher Stufe man gerade steht.
fünf Treppenstufen = fünf Höhenstufen:
1. Stufe: unter der Erde > 0 m
man hört die U-Bahn, Wasser oder das Rauschen in der Erde
2. Stufe: in der Stadt > 200 m
Tonaufnahmen von verschiedenen Orten in der Stadt werden abgespielt
3. Stufe: über der Stadt > 1500m
der Klang des Standpunktes ist leiser und vermischt sich mit dem der umliegenden Orte,
das Wetter ist leise hörbar
4. Stufe: Wetter > 8000 m
das aktuelle Wetter der Stadt wird auditiv wiedergegeben
5. Stufe: Flugzeuge > 12500 m
man kann die Flugzeuge hören, die aktuell über die Stadt fliegen
A stair makes the different height levels conceivable to the user. The single steps correspond to the different height levels. So we can use the existing architecture to experience the urban space and to get information about it. The user selects his point of view in the city on a map projected on the wall. Now from this point you move along the y-axis upwards or downwards, depending on which step one is standing.
five steps = five height levels:
1. step: underground > 0 m
you hear the subway, water or a kind of rushing in the earth 2. step: in the city > 200 m
sound-recordings of different places in the city are played
3. step: over the city > 1500 m
the sound of the point of view is quieter and mixes with that of the surrounding places, the weather is quietly audible
4. step: weather > 8000 m the actual weather of the city is given auditive
5. step: airplanes > 12500 m you can hear the airplanes, flying above the city in that moment
Technik+Umsetzung | Technics+realization
Ein Surround-Kopfhörer vermittelt das Gefühl mitten im Geschehen zu sein und man kann sogar die Richtung, in die die Flugzeuge fliegen, hören. Die Auswahl des Standpunktes in der Stadt erfolgt über einen Joystick. Die Person, die sich gerade auf der Treppe befindet, wird über fünf Entfernungssensoren erfasst, die seitlich an jeder Stufe angebracht sind. Insgesamt 50 Leds sollen den Gegensatz unter der Erde – über der Erde nochmals verstärken. Diese leuchten nur minimal, wenn niemand auf der Treppe steht. Betritt man nun die erste Stufe werden alle Leds etwas heller, aber es bleibt dämmrig, da man sich ja fiktiv unter der Erde befindet. Erst auf der zweiten Stufe und somit am Tageslicht leuchten alle Leds in voller Stärke.
A pair of surround sound headphones provides the feeling to be in between and you can even hear the direction into which the airplanes fly. You can choose your point of view in the city with a joystick. The person who stands on the stairs is captured by five proximity sensors which are right at the side of every step. A total of 50 leds should strengthen the contrast underground – above ground. These will shine only minimally if nobody stands on the stairs. If you enter the first step all leds become a little brighter, but they remain dim, because one is fictitiously underground. Only on the second step and therefore in the daylight all leds shine in full strength.
Ausblick | Prospect
Weiterhin ist angedacht, dass man sich zwischen zwei Städten befindet und auf dem rechten Ohr die eine und auf dem linken Ohr die andere Stadt hören kann, wenn man sich in der Mitte der Treppe befindet. Bewegt man sich nun auf der Stufe nach rechts, hört man die östlich gelegene Stadt, bewegt man sich nach links lauscht man der Stadt die sich weiter westlich befindet. So hat man einen direkten Vergleich, wie die einzelnen Städte klingen bzw wie sie sich zusammen anhören.
Interessant wäre auch, wie sich eine Stadt über die Zeit verändert: Zum einen die kleinen Veränderungen, die sich durch die Jahreszeiten ergeben (Schnee, Zugvögel, Freibadsaison), aber auch die Veränderungen über Jahre (neue Straßen/Architektur, Lebenseinstellung).
Furthermore it‘s possible that the user is situated between two cities. So he can hear on the right ear one and on the left ear the other city when he is standing in the middle of the stairs. If he now moves on the step to the right, he hears the city located to the east, if he moves to the left he can hear the city to the west. Thus one has a direct comparison how the single cities sound or how they sound together.
It would also be interesting how a city changes by time: On the one hand, the small changes which arise by the seasons (snow, birds of passage, outdoor swimming pool season), but also the changes over the years (new streets, architecture, life setting).
so wirds. man kann tragen was man will, hauptsache schwarz (oder sehr dunkles blau).
es gibt sechs folienplotts, also machen wirs so, dass sich am freitag drei und am samstag drei intensiv kommunizieren. dann gibts auch keine probleme vonwegen klamottenwechselnoderso.
Der urbane Raum hat und ist ein lebendiges Wesen. Er lebt von dem, was ihn füllt: Menschen, Autos und auch öffentliche Verkehrsmittel. Abhängig von Menge, Bewegung und Geschwindigkeit dieser kann eine Stadt Entspanntheit, Lebendigkeit oder Hektik ausstrahlen, was ihr wiederum Leben einhaucht.
Lebendiges vermittelt sich durch seinen Puls, der durch Berührung erfahren werden kann. Nun ist es allerdings schwierig, Städte zu „berühren“. Desweiteren kann man zu einem bestimmten Zeitpunkt nur an einem Ort sein und wird nie einen direkten Vergleich haben.
Urbanpulse soll die Lebendigkeit von Orten messbar und damit vergleichbar machen. Durch einen fühlbaren Puls werden in Echtzeit Lebenszeichen von Plätzen, Passagen, Bahnhöfen und sonstigem urbanen Raum ausgesandt.
Urban space has and is a living being. It lives on that it is filled with: People, cars and also public means of transport. Depending on number, movement and speed of these elements a city can radiate relaxation, liveness or hecticness which breathe live into it.
Being communicates itself by its pulse which can be experienced at a touch. Now, however, “touching” cities is difficult. Moreover at a certain time you can be at only one place and you will never have a direct comparison.
Urbanpulse makes the liveness of places measurable and comparable. Places, passages, railway stations and other urban space send out signs of life in real-time by a perceptible pulse.
Technik/technology
Als Quelle dienen City-Livecams, die in Processing ausgewertet werden. Es werden die Pixel zweier Bilder eines Livestreams verglichen, die alle zwei Sekunden aktualisiert werden. Die Summe der veränderten Pixel ist Grundlage der visuellen Animation und des Pulsschlags.
Eine Holztischvorrichtung mit Spiegel, sowie ein Beamer und eine Plexiglasscheibe mit eingesetzten beweglichen Pulsmodulen, eingefasst in eine Rückprojektionsfolie, bilden die Basis von Urbanpulse. Zwei Drucksensoren, zwei Vibrationsmotoren und ein Arduino-Board gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Bei Berührung eines Drucksensors wird der Pixelvergleich für die jeweilige Stadt gestartet. Das Ergebnis entscheidet über die Geschwindigkeit, in der sich der Vibrationsmotor drehen soll.
As source serve City-Livecams which are analysed in Processing. The pixels of two pictures of a livestream which are updated all two seconds are compared. The sum of the changed pixels is the basis of the visual animation and the pulse.
A wooden table device with mirror, a Beamer and a plexiglass plate with movable pulse modules inserted, cased in a rear projection foil, form the base of Urbanpulse. Two pressure sensors, two vibration motors and an Arduino-Board belong to the equipment too.
At touch of a pressure sensor the comparison of the pixels is started for the respective city. The result decides on the speed in which the vibration motor shall rotate.
Szenario/scenario
Auf dem Tisch befinden sich zwei gekennzeichnete Punkte. Über diesen Punkten laufen jeweils und unabhängig voneinander Städte- und dazu gehörige Straßennamen oder Plätze in einer Fisheye-Optik durch. Sobald ein Punkt gedrückt wird, stoppt der Text an dieser Stelle und der Puls der jeweiligen Stadt wird visuell in Form roter projizierter Kreise und haptisch als Pulsschlag ausgegeben.
Die Kreise blasen sich pulsartig auf und ziehen sich wieder zusammen. Jedes „Aufblasen“ bedeutet eine aktualisierte Summe der veränderten Pixel. Je größer ein Kreis ist, desto mehr veränderte Pixel gibt es und desto größer ist die Bewegung bzw. der Grad der Lebendigkeit an dem jeweiligen Ort.
Ebenso verhält sich das haptische Feedback, der Puls. Je mehr an dem jeweiligen Ort los ist, je mehr Menschen und Autos unterwegs sind, desto schneller schlägt der Puls. Beide Druckpunkte funktionieren völlig unabhängig voneinander, dies ermöglicht einen Vergleich zwischen zwei Orten.
On the table there are two marked points. Above these points two city names and the corresponding street names or places run through independent of each other. As soon as a point is pressed, the text stops at this point and the pulse of the respective city is read out visually in the form of red projected circles and haptically as pulse beat.
The circles blow up pulsating and contract. Any “blow” means an updated sum of the changed pixels. The greater a circle is, the more modified pixels are there and the greater is the movement or the degree of liveness at the respective place.
The haptic feedback, the pulse, behaves similarly. The more action is at a respective place, the more people and cars are on the move, the faster the pulse beats. Both pressure points function absolutely independently of each other, this allows a comparison between two places.
Vision/vision
Urbanpulse ist durch Livecams aus aller Welt erweiterbar und garantiert so Aktualität und Internationalität.
Interessant wäre der Einsatz als Stadt-, Land- oder Weltkarte, als eine Art Routenplaner, der die Bedürfnisse nach Entspannung, Lebendigkeit oder vielleicht auch Hektik berücksicht.
Zusätzliche Elemente wie Temperatur, Geräusche oder Luft würden zwar über das reduzierte Konzept des Pulses als ultimatives Lebenszeichen hinausgehen, wären aber für das Erleben einer Stadt aus der Ferne durchaus geeignet.
Urbanpulse is extendable by Livecams from all over the world and so guarantees actuality and internationality.
An application as a map would be very interesting, as a kind of route planner, that considers the need for relaxation, liveness or maybe also hecticness.
Indeed, additional elements like temperature, noises or air would exceed the reduced concept of the pulse as an ultimative sign of life, however, would be suitable for the experience of a city from a distance absolutely.
Die allgemeine Überwachung, beispielsweise durch Kameras, ist inzwischen längst akzeptierter Bestandteil unserer Gesellschaft geworden.
Darüber hinaus wird versucht diesem Phänomen einen gewissen Spaßfaktor abzugewinnen und die vorhandene Technik ohne weitere Prüfung ihres praktischen Nutzens zu verwenden, wann immer sie zur Verfügung stehen.
Dies führt zu einer unglaublichen Flut an Daten, die unreflektiert veröffentlicht werden – oft ohne jeden (positiven) Nutzen und ohne besondere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
SoundOfSurveillance ist der Versuch der Rückeroberung der digitalen Abbilder öffentlicher Plätze. Erreicht werden soll dies mit Hilfe einer sinnvollen Interpretation, die den belanglosen Bildern neuen Wert verleiht.
Nachdem ihre visuelle Nutzbarkeit erschöpft scheint, untersucht SoundOfSurveillance ihr auditives Potential. So soll es gelingen, jedem Ort eine charakteristische akustische Repräsentation gegenüberzustellen, die über eine gewisse Aussagekraft über diesen Ort verfügt, auf Grund ihrer abstrahierten Form allerdings gegenüber der reinen Abbildung einen akustischen Mehrwert mitbringt.
Idea
Surveillance. for example via cameras, is an accepted part of our society for ages.
Furthermore there´s the attempt to generate a certain fun factor by using every technique that´s available without questioning its user value.
This results in an incredible dataoutput, that´s published whithout any advantage and often even without reaching anyone.
SoundOfSurveillance tries to reconquer the digital reflection of public places by generating a usefull interpretation, that revaluates those images.
Because of lacking in further visual usability the pictures are checked for their auditory potential. That way every place gets an acoustic represantation that consists of both, an informal significance and an additional value because of generating abstract sounds.
Umsetzung
Die öffentlich erreichbaren Internet-Livecams, die inzwischen an unzähligen Orten angebracht sind und ihre Bilder online publizieren, dienen als Informationsquelle für SoundOfSurveillance.
Nachdem der Charakter öffentlicher Plätze in erster Linie daraus resultiert, was auf ihnen stattfindet, werden die Bilder gezielt nach „Lebenszeichen“ gesucht.
Dies geschieht mit Hilfe eines FrameDifferencings, dass aufeinanderfolgende Bilder analysiert und Veränderungen darauf ausliest.
Um die ausgelesenen Daten in ihre akustische Repräsentation zu übersetzen, sind die Bilder in ein unsichtbares Raster unterteilt. Alle veränderten Bildpunkte werden anhand dieses Rasters lokalisiert und ihre Koordinaten werden in Mididaten umgerechnet.
Anschließend werden diese Daten an ein (beliebiges) Midiausgabegerät weitergeleitet. In diesem konkreten Aufbau an Garageband.
Dort bestimmt das Setup der virtuellen Instrumente die Art der akustischen Ausgabe. Da im Endeffekt eine abstrakte Soundcollage entstehen soll, wurden hierfür keine realitätsnahen Instrumente gewählt sondern solche, die anstelle einzelner Töne einen flächigen Sound generieren.
Realization
Source of informations is the huge amount of online life cameras.
Because of the fact, that the typical character of public places is resulting predominantly from what is happening there the pictures are analyzed for „signs of life“.
Therefore a FrameDifferencing studies pictures that come after one another and detects changes on them.
For translating the resulting information in its acoustic representation there´s an invisible grid lying an the images. Every changed pixel is lokalized by using the grid and its coordinates are converted in mididata.
Afterwards those were send to a midioutputdevice. In this case garageband was used.
In garageband the setup of the virtual instruments determines the specific sound of the acoustic output. Aiming more at an abstract soundcollage than a classical melody there´s a need of using instruments that create soundpatterns not single tones.
Ausblick
SoundOfSurveillance profitiert in jeder Hinsicht von einer möglichst flexiblen Wahl der verschiedenen Inputquellen sowie einer maximalen Manipulierbarkeit der ausgehenden Daten. Hier bestehen also weiterer Möglichkeiten der Entwicklung einer möglichst barrierefreien Anwendung.
Auch wäre eine Installation am Ort des Inputs, also in der Nähe der genutzen Kamera, denkbar um eine Art öffentliches Instrument zu schaffen, dass den Passanten zur Interaktion einlädt.
Desweiteren wäre eine technische Variante von SoundsOfSurveillance vorstellbar, die den repräsentativen Charakter der Sounds weiter in den Hintergrund rückt und stattdessen den Schwerpunkt darauf legt ein innovatives Musikinstrument zu schaffen. Ebenfalls beruhend auf den Daten, die die Überwachungsindustrie liefert.
Prospect
There´s a good possibility for extending the user value of SoundOfSurveillance by providing further options for flexible choice of the input source and manipulating the output.
Even an installation located directly where the camera takes the image would be possible. Resulting in something like a public instrument that provokes interaction.
Furthermore one could think about a version of SoundOfSurveillance that is more like an innovative Instrument where the sounds are mixed together than providing representative sounds.
Seit Jahrzehnten diskutieren wir über den Überwachungsstaat. Leute setzten sich ein für den Wert der eigenen Daten und den Gefahren des Missbrauchs dieser. Die Diskussion ist uns allen ein Begriff. Portale im Internet sind gut und wichtig, wenn sie aufmerksam und reflektiert genutzt werden. Zuhause ist man jedoch scheinbar schneller verlockt Details aus der eigenen Intimsphäre preiszugeben. All das um sich ein »cooles« Pseudoimage aufzubauen, was dem wahren Charakter eines Menschen höchstwahrscheinlich gar nicht entspricht. Eine vorgeheuchelte Freundschaftsebene kann einen unter Umständen denunzieren, denn was ist wenn einem die Wirklichkeit einholt? Nicht nur Freunde haben Zugang zu den Profilen sondern jederman hat die Möglichkeit sich ganz genau anzusehen, was jemand online verkündet hat. Auch der potentielle Arbeitgeber! StudiVZ ist genau eines jener Portale das vorgibt auf scheinbar harmlose Art und Weise Menschen miteinander zu vereinen und wurde so Fokus für mein Projekt. Ziel des Projektes ist es den Nutzer selbst anzusprechen. Bewusstsein zu schaffen sich reflektiert im worldwideweb zu bewegen.
Since decades we are discussing about the supervision state. People are fighting for the value of the own datas and the danger of abuse. We all know this discussion. Portals in the internet are good and important, if they are used in an attentive and reflected way. At home, feigned in secure of the bad world outside, they are quicker wooed to reveal details from their privacy, more than they would ever do in the real world. All this to create a »cool« pseudoimage, which is most likely everything else than the truth. An pretended friendship-layer can be under circumstances denunciatory. What if the reality is catching up with one? Not just only friends are watching those profiles, anyone has the possiblity to look exactly what other people had announced in the internet. Also the potentially employer has access! StudiVZ (the german complement to the american facebook) is one of those portals which connect in an very apparent harmless way people and so i focused it for my project. The aim of the project is to address the user directly. Create awareness to act reflected in the worldwideweb.
||||||||||||||||||||||||||||
||||||||||||||||||||||||||||
Grundgedanke / Concept Idea
Virtuelle Welt und Realität miteinander verbinden: Die Daten aus dem StudiVZ in die Realität transportieren und den Nutzer damit konfrontieren. Knapp 500 ausgewählte StudiVZ-Profile und verlinkte Fotos werden in Kunststoffboxen gepackt und bilden so ein überdimensionales Display. Das Display fungiert als interaktives »denk.mal« und hier ist das Wort Programm! Scheinbar gelöschte Daten schlummern oft noch auf irgendwelchen Servern weiter, es wurden screenshots angefertigt oder es wurde eben ein »denk.mal« daraus gebaut was die Daten archiviert. Eingeschlossen in kleinen Plastikboxen warten sie darauf wiederentdeckt zu werden. Das »denk.mal« wird zur interaktiven Installation indem der Betrachter Bestandteil der Installation wird. Er steuert durch seine bloße Anwesenheit Licht, Sound und Bewegung und kann auf diese Art und Weise das »denk.mal« erleben.
To connect the virtual world with the reality, thats the basic idea of the realisation of the project. Transport the datas of the StudiVZ in the reality and confront the user directly. Nearly 500 chosen StudiVZ-profiles and linked pictures are put into plasticboxes and create an oversized display. The display acts as an interactive monument. Why are those profiles and pictures are archivated in those plasticboxes? Deleted datas often doze on any server, screenshots were made or someone has built up a monument of them. Embedded in plasticboxes they are waiting of being rediscovered. The viewer is involved in the installation and controls with his very presence lightning, sound and movement of the installation. With the interaction he can undergo the installation more intensive.
Hardware:
Analoge Installation (500 Kunststoffboxen, Holzlatte mit Schiene, Holzlatte mit montierten Folienstreifen, Holzlatte für Servos und Kamerahalterung)
Beamer, ISight, Arduino, Breadboard, diverse Kabel, 4 Servos
analog installation (500 plasticboxes, wooden slat with busbar, wooden slat with assemplied foil stripes, wooden slat for servos and camera mounting)
Projector, ISight, Arduino, breadboard, diverse cabel, 4 servos
Software:
Processing: Kameratracking und “mirror”-Oberfläche
Arduino: Steuerung Servos über die Bewegung aus dem Kameratracking
processing: cameratracking and “mirror”-surface
arduino: servocontrol with the movement of the cameratracking
||||||||||||||||||||||||||||
Ausstellung /Exhibition
||||||||||||||||||||||||||||
Für mehr Informationen sind hier die Links zu: For more information here are the links to: