Erste Technikgedanken
nicebots
Zu Beginn wollen wir das Projekt nicebots vorstellen. In diesem Projekt geht es darum, dass sich mehrere Roboter auf einem Raum befinden, wobei jeder Roboter eine eigene Persönlichkeit aufweist. In dem Video ist gut erkennbar, wie emotional der Mensch auf den Roboter reagiert und wie er versucht das Verhalten des Roboters zu erkunden. Es kommt einem fast vor, als würden die Besucher denken, sie haben es mit einem eigenständigen Wesen zu tun. Gerade dieser Aspekt erscheint uns für unser Projekt als sehr wichtig. Der Besucher soll auch eine Beziehung zum Hocker aufbauen.
Erste Versuchssituation
Von den bisher angedachten Situationen erachten wir folgende Interaktionsmomente als am wichtigsten für unseren Hocker:
1. Auf sich aufmerksam machen. Mehrere Möglichkeiten stellen sich hier zur Verfügung. Die Verfolgung erscheint uns am wichtigsten, um zwischen dem Besucher und dem Hocker eine Beziehung aufzubauen. Zudem könnten wir uns vorstellen, dass der Hocker bei Inaktivität seine bisher gespeicherten Informationen vor sich hinflüstert. Alternativ könnte er die Informationen auch als Bässe über den Boden übertragen, so dass der Benutzer haptisch auf den Hocker aufmerksam wird. Ausserdem wäre es vorstellbar, dass der Hocker mit einem pulsierenden Licht auf sich aufmerksam macht.
2. Kommunizieren. Als wahrscheinlich wichtigste Funktion betrachten wir das Kommunizieren des Hockers. Das bedeutet, wenn sich jemand auf den Hocker setzt, nimmt der Hocker Informationen auf, gibt aber auch während dessen Informationen ab. Damit schaffen wir eine neue Art von mobilen Blog, den jeder mitgestalten kann. Während dessen jemand auf dem Hocker sitzt, bewegt sich dieser nicht, das Flüstern verwandelt sich dabei in eine normale Lautstärke.
3. Informationsgehalt anzeigen. Bereits durch sein Flüstern suggeriert der Hocker, dass er mit Informationen beladen ist. Unterstützend dazu sollte er aber auch noch visuell anzeigen wie viele Informationen er bereits gespeichert hat. Damit der Hocker nie überfüllt werden kann, werden ältere Informationen mit der Zeit gelöscht. Durch die Vergänglichkeit der Informationen bekommt der Benutzer das Gefühl etwas verpassen zu können und hat damit einen größeren Anreiz den Hocker zu benutzen.
Material
Als Baustoff haben wir uns für Holz entschieden. Holz weißt durch seine Natürlichkeit eine gewisse Ruhe und Gemütlichkeit auf. Dies unterützt den Gedanken des Hockers als Ruhepol. Durch seine Lebendigkeit kann eine bessere Beziehung zwischen Benutzer und Hocker aufgebaut werden, im Gegensatz zu z. B. einem metallischen Gehäuse. Zudem besteht Holz aus einer Art Speichergewebe, was uns konzeptionell zum Abspeichern von Informationen sehr schlüssig erscheint.
Wir haben uns mit verschiedenen Holzarten beschäftigt. Am besten erscheinen uns dunkle, gemaserte Holzarten, da diese die Lebendigkeit des Holzes unterstreicht.
Technikrecherche
Verfolgung. Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, wie wir den Hocker mobil machen können. Dazu wollen wir verschiedene Möglichkeiten vorstellen.
Der Hocker soll den Besucher dann verfolgen, wenn sich dieser in einem bestimmten Distanzbereich zum Hocker bewegt. Die Distanz sollte dabei zwischen 1 und 2 Meter liegen. Wenn sich der Besucher näher als 20 cm nähert sollte sich der Hocker nicht mehr bewegen. Dies schafft die Möglichkeit sich zu setzen, ausserdem verhindert es, dass der Hocker gegen die Wand fährt. Um die Distanz messen zu können haben wir uns für einen Distanzmesser entschieden. Von diesen sollte an jeder Seite des Hockers einer angebracht sein.
Um sicher zu stellen, dass sich der Hocker nicht mehr bewegt, wenn sich jemand darauf setzt, wäre ein Drucksensor denkbar.
Zudem benötigen wir ein motorbetriebenes Untergestell. Dieses sollte zum einen die Richtung des Hockers steuern und zum anderen einen Antrieb aufweisen. Als erstes dachten wir dabei an einen Staubsaugerroboter.
Vorteil hierbei wäre, dass der Staubsauger bereits alle technischen Einzelteile, die zum Fahren benötigt werden aufweist. Nachteil ist allerdings, dass das Innenleben sehr aufwendig ist. In Berichten haben wir bereits nachgelesen, dass das Tracken des Staubsaugers nicht gerade einfach ist. Ausserdem beinhaltet er noch viel Funktionen, die wir gar nicht gebrauchen können. Zudem ist der Staubsauger nicht dazu geschaffen Gewicht mit sich zu tragen.
Die zweite Möglichkeit für einen Antrieb wäre ein ferngesteuertes Auto. Dazu würde sich das Untergestell eines Monstertrucks gut eignen.
Vorteil ist, wie beim Staubsauger auch, dass das Gerät alle notwendigen Teile bereits beinhaltet. Eventuell können wir hier sogar die Fernsteuerung anzapfen. Auch die Räder erscheinen uns als sehr robust. Zudem sind solche Geräte sehr wendig. Nachteil ist hierbei allerdings auch, dass wir noch nicht wissen, wie belastbar das Auto ist. Notfalls müsste man ein Gestell bauen, dass den Hocker trägt, da das Auto für den Hocker wahrscheinlich zu klein sein wird. Ausserdem sind uns die technischen Einzelheiten noch nicht bekannt.
Die dritte Möglichkeit wäre einen eigenen Antrieb zu bauen.
Vorteil hierbei ist, dadurch, dass wir den Antrieb selbst bauen, gehen uns keine überflüssigen Funktionen im Weg um. Ausserdem wüssten wir, wie wir den Antrieb technisch steuern könnten. Nachteil ist allerdings ein großer Aufwand beim Bauen und evtl. ein größerer Kostenaufwand. Ein Rahmen wäre auch dafür unerlässlich.
Kommunikation. Um die Kommunikation festzuhalten, aber auch wiedergeben zu können, haben wir folgende technische Hilfmittel gefunden.
“Richtig interessant und auch ein wenig “menschlich” wird der Roboter erst indem er anfängt zu sprechen. Dies läßt sich mit diesem sehr einfach zu bedienenden Sprachboard realisieren. Das Board speichert bis zu 252 Messages (insgesamt maximal 270 Sekunden). Die Messages können aus Wörtern, Wortbruchteilen oder ganzen Sätzen bestehen. Durch gezielte Ausgabe dieser Messages können neue Wörter oder Sätze gebildet und somit auch Messdaten, Spannungen oder einfach nur eine herzliche Begrüßung ausgegeben werden. Die Ansteuerung dieses Boards ist besonders einfach und wahlweise über einen I2C-Bus oder RS232 realisierbar. Ein einfacher Befehl gibt eine beliebige Message aus. Der eingebaute NF-verstärker sorgt auch in größeren Räumen für genügend Lautstärke. Alternatic kann das Board auch ohne Controller Standalone betrieben und mittels Taster bedient werden. ”
“SpeakJet ist ein neuartiger Sprachsynthesizer welcher sehr einfach per RS232 (TTL) angesteuert wird und aus Phonemen (verschiedenen Lauten) Wörter und ganze Sätze erzeugt und ausspricht. Dadurch lassen sich quasi mit geringen Speicherbedarf per Controller oder PC beliebig viele Sätze aussprechen. Zudem verfügt der Chip noch über eine ganze reihe weiterer Sound-Effekte. Das schöne an der Sache ist, das der Chipt mit äußerst geringer Außenbeschaltung auskommt.”
Informationsgehalt anzeigen. Um den Informationsgehalt des Hockers mit Hilfe von Licht anzuzeigen stehen uns Leuchtstoffröhren oder LEDs zur Verfügung. Auch hier haben wir uns schon nach Material erkundigt:
Die andere Möglichkeit den Informationsgehalt darzustellen, wäre das Aufblähen des Hockers. Dazu haben wir uns überlegt einen Stoff doppelseitig zu vernähen, um diesen um den Hocker zu spannen. Ein Kompressor könnte dabei Luft in die Hülle des Hockers pumpen. Durch die Doppelschichtigkeit wäre die Technik im Inneren des Hockers geschützt und es würde auch weniger Luft benötigt werden um den Hocker aufzupumpen. Wie haben hierbei an ein Segeltuch gedacht, da dieses zum einen elastisch und zum anderen luftundurchlässig ist.

















