per pedes
Wednesday, August 8th, 2007 by Christiane Kellerthe virtual path of the Germanic peoples

Das interaktive Projekt „per pedes“ soll helfen, geschichtliche Ereignisse wie die Völkerwanderung verständlich zu vermitteln und erlebbar zu machen. Dazu begibt man sich auf den virtuellen Pfad der Germanen. Die grosse Völkerwanderung ist eine der faszinierendsten und vielschichtigsten Epochen europäischer Geschichte. Schon 100 vor Christus hatten sich germanische Stämme auf den Weg in den Süden gemacht. Ihre Wanderzüge ziehen sich durch ganz Europa und dauern bis ins 6. Jahrhundert nach Christus an.
The interactive project „per pedes“ should enable the communication of historical events like the emigration of nations in a more understandable and experiential fashion. This is achieved by following the virtual path of the Germanic Peoples. The big migration is one of the most fascinating and most complex epochs of European history. Even 100 BC Germanic tribes had already started their journey to the south. Their trails cover entire Europe and continued until the 6th century AD.


Meistens werden die zurückgelegten Wege auf geografischen Karten dargestellt. Kaum jemand kann sich allerdings so die enorm weiten Strecken und die Strapazen vorstellen, die die Germanen auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten auf sich genommen haben.
Mittels eines Laufbandes begibt sich der Museumsbesucher auf die Spuren der Germanen. Durch Laufen steuert man eine Karte und erhält nähere Informationen zu den einzelnen germanischen Stämmen.
The covered distances are mostly shown on geographical maps. However, hardly anyone can imagine the enormous distances and the exertions the Germanic peoples took upon themselves in search of new settlement areas.
By means of a treadmill the museum‘s visitor can pick up the trail of the Germanic peoples. By running along the treadmill, the visitor can steer a map and receive more detailed information about each specific tribe.





So kann man zum Beispiel die lange und sehr anstrengende Wanderung der Goten nacherleben, die sich von Polen bis nach Spanien erstreckt. Auf dem Weg taucht man immer wieder in Szenen mit Videosequenzen und Ton ein, die über die Lebensweise der Goten berichten. Aber auch Angriffe anderer Stämme, Kämpfe sowie klimatische Einflüsse werden aufgezeigt.
Thus one can re-experience, for example, the long and very strenuous migration of the Goths, which extends from Poland to Spain. On the way one continually immerges into scenes with videosequences and sounds reporting about the Goths‘ way of life. However, in addition attacks by other tribes, fights and climatic influences are highlighted.





Da die Interaktion des Laufens im Vordergrund des Projektes steht, wurden an dem Laufband ein paar Änderungen vorgenommen. Ein Powermate erfasst die Bewegung des Laufbandes und leitet sie an den Computer weiter, wodurch die Karte gesteuert wird. Dabei beeinflusst die Geschwindigkeit des Laufens die Schnelligkeit der Bildabfolge. Um die Anstrengung noch deutlicher zu machen, verändert sich der Widerstand des Laufbandes, sobald man im realen Gelände eine Steigung überwinden müsste. Dazu wurde die zuvor manuelle Einstellung des Widerstandes durch einen Servomotor ersetzt. Dieser betätigt einen Hebel, der auf das magnetische Bremssystem wirkt und somit den Widerstand verstellt. Die Position des Hebels wird mittels eines Schiebepotentiometers ausgelesen. Dies wird über ein Mini-Arduino-Board gesteuert. Für die Strecken der einzelnen germanischen Stämme habe ich die Koordinaten aus Google Earth ausgelesen und dazu die jeweiligen Höhenangaben aus dem Internet geholt.
Realisiert wurde das Projekt mit X3D, Instantreality, Arduino-Processing und Google Earth.
As the interaction of running is in the foreground of the project a few changes were carried out on the treadmill. The powermate captures the movements of the treadmill and transfers them to the computer, by which the map is steered. Hereby, the pace of running influences the speed at which the picture sequences are displayed. In order to exemplify the exertion, the resistance of the treadmill changes as soon as one would have really had to surmount a steep slope. This was achieved by replacing the previous manual setting with a servo motor. This operates a lever which affects the magnetic brake system and thereby changes the resistence. The position of the lever is read out via a potentiometer. This is steered by a Mini-Arduino Board. To obtain the distances of each Germanic tribe, I retrieved their coordinates from Google Earth and their respecitve height data from the internet.
The project was realised with Instantreality, Arduino-Processing and Google Earth.
.
.