Archive for the 'Documentation' Category

ce.real

Saturday, January 13th, 2007

cereal3

»ce.real« schafft einen neuen, experimentellen Zugang zu Statistiken. Über einen Rohstoff, der sehr eng mit den dargestellten Werten verknüpft ist, werden abstrakte Zahlen visualisiert. In der ersten Umsetzung stellen Getreidekörner die Landwirtschaftsproduktion eines Landes dar.

Ausgangspunkt sind zwei Glasröhren, die per Hand mit dem Getreide befüllt werden. Der Benutzer kommt mit den »realen« Pixeln direkt in Berührung.

Ausgehend von der Getreidemenge wird das zugehörige Land ermittelt und angezeigt. Dadurch wird die klassische Abfrage von Statistiken umgekehrt: Ausgangspunkt ist der Zahlenwert an sich und nicht die übergeordnete Größe wie beispielsweise das Land. Auf diese Weise entdeckt der Benutzer Länder, die er aus einer konkreten Liste vielleicht nicht ausgewählt hätte.

Die zweite Röhre ermöglicht den Vergleich zweier Länder. Eine Röhre kann als Konstante befüllt bleiben, in der zweiten weitere Länder abgefragt werden. Ferner ist es möglich zwei Länder »zusammenzuschütten«. Welches Land ergibt das dann?

Ist über die Getreidemenge ein Land gewählt, können weitere Werte zu diesem Land abgefragt werden (Analphabetismus, Elektrizitätsverbrauch, Ärzte je 1000 Einwohner, …). Diese werden über Piktogramme visualisiert, die direkt auf das Getreide projiziert werden. Ändert man nun die Getreidemenge und somit das Land, werden eventuelle Zusammenhänge sichtbar: Sinkt beispielsweise die Zahl der Analphabeten mit steigender Landwirtschaftsproduktion?
cereal1

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cereal4
In ersten Studien wurde die Projektion auf Getreide getestet. Piktogramme funktionieren hier wesentlich besser als Text. Probleme gibt es noch beim Befüllen des Behälters. Aufgrund optischer Verzerrungen »wandert« das Piktogramm. Dies werde ich versuchen Software-seitig zu lösen. Der Füllstand der Glassäule wird per Webcam getrackt.

Um möglichst flexibel in der Abfrage der Daten zu sein, wurde eine Datenbank an Processing angebunden. Cloudscape erwies sich als sehr vorteilhaft. Es handelt sich um eine Java-Datenbank, die über das visuelle Frontend Cview bearbeitet werden kann.

persistence of vision

Friday, January 12th, 2007

Hier ein paar Bilder meines ersten persistence of vision experiments!
Anfangs hatte ich noch den Abstand nach dem Wort zu klein gewählt (erstes Bild),
was ich aber inzwischen geändert habe.

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pov2.jpg

pov3.jpg

pov-aufbau.jpg

InfoCocktails Dokumentation

Tuesday, December 19th, 2006

groser-verlauf.jpg

Grundgedanke

Wie schmecken Daten?
Infografiken sind abstrahierte Darstellungen der Realität. Bestimmte Sachverhalte werden interpretiert, zusammen gefasst und als Zahlen/ Daten visualisiert. Dies sieht dann meistens so aus:

konservative-daten.jpg

Konzept

Wie könnte eine Darstellungsform aussehen, die die Informationen aus dieser Abstraktion heraus befreit, sie konkretisiert, greifbar macht und sie in den alltäglichen Genuss integriert, damit sie weniger “trocken” wirken?

Ergebnisse bei Wahlen z.B. werden in Prozent oder in Verhältnissen angegeben. Das gleiche ist beim Mixen von Cocktails relevant. Man muss jeweils immer die genauen Verhältnisse wissen. Es ist ebenso wichtig zu wissen ob ein Fußballspiel 3:1 oder 1:3 ausgegangen ist, wie auch das Verhältnis Alkohol : Saft für einen bestimmten Cocktail 3:1 oder 1:3 ist.

Momentan ist eine gewisse Tendenz zu beobachten, dass die Entwickler die virtuelle Welt wieder in der physischen zurückverankern wollen, also weg vom Screen und hin zum fassbaren Interface.

Gleichzeitig wird an der Entwicklung des web2.0 ein Hang zur Individualisierung deutlich. O´Reilly, der Erfinder des Begriffs web 2.0 spricht vom “Zeitalter der Maßanfertigung”. Die Gesellschaft richtet sich immer mehr danach aus, alles persönlicher wahrzunehmen. Die Verkörperung abstrakter unpersönlicher Daten in etwas Handfestes, Erlebbares und gleichzeitig durch seine Echtzeit Individuelles, weil nicht mehr so in der gleichen Art wiederholbar, möchte diese Tendenzen aufnehmen.

Ablauf

aufbau-ohne-flaschen.jpg

aufbau-mit-flaschen-klein.jpg glas-csu-einschenken-klein.jpg

Die CocktailMachine ist mit dem Fernseher verbunden, der die relevanten Daten an die Maschine schickt und so als Impulsgeber für das Mixen fungiert. Bei einer Sportübertragung sind die relevanten Daten dann z.B. die geschossenen Tore, bei einer Wahlübertragung sind es die Hochrechnungen.

Fällt ein Tor fließt eine vorher definierte Menge ins Glas. Man kann die Änderung datentechnisch sowohl in der Flasche als auch im Glas wahrnehmen.

safte-voll.jpg safte-leer.jpg

Damit sich die verschiedenen Flüssigkeiten im Glas nicht gleich vermischen, sondern in ihren Schicht noch als Datengrafik wenigstens für kurze Zeit erkennbar bleiben, habe ich Milchshakes in verschiedenen Farben gemixt, da sie eine höhere Dichte haben als Säfte oder Alkohol und sich somit langsamer vermischen. Um diesen Effekt so lange wie möglich hinauszuzögern, ist es am besten, die Shakes noch kurz vorher ins Eisfach zu stellen und sie anschließend wieder zu „crushen“.

Im anschließenden Film sieht man eine skizzenhafte Dokumentation, wie diese Maschine und der Ablauf aussehen könnte. Die Beispiele sind hier einmal ein Fußballspiel (das WM-Finale 1974 Deutschland gegen Niederlande) und außerdem die Landtagswahl in Bayern 2003. Es wären aber noch eine Vielzahl weiterer Themen möglich, eigentlich überall dort wo es um Ergebnisse, Wahlen, Statistiken geht, die sich unter unserer Beobachtung während des Fernsehens erzeugen.

InfoCocktails bei youtube.com

Prost!!!

Mimosen

Friday, December 15th, 2006

ankunf.jpg

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mimosen4.jpg
schlafen.jpg

Gerberaexperiment

Friday, December 1st, 2006

Zunächst habe ich mit einer Tageslichtlampe experimentiert. Leider lässt sich hier keine Veränderung feststellen.tageslichtlampe2.jpg

Nach einer Woche auf der Fensterbank mit natürlichem Sonnenlicht lässt sich allerdings auch nicht viel mehr erkennen, was vielleicht aber auch daran liegen kann, dass letzte Woche fast nie die Sonne geschienen hat.

licht.jpg

Dass der Pflanze Wasser fehlt konnte ich am Sonntag gut beobachten. Wie man sehen kann, lässt die eine Blüte ihren Kopf hängen und richtet sich nachdem sie gegossen wurde wieder auf.
Dies lässt sich allerdings auch nicht wirklich beeinflussen.

wasser.jpg

Idee war, dass der Topf sich mit der Sonne (bzw. dem Licht) dreht, so dass die Pflanze immer gerade wachsen kann.
licht1.jpg

Weitere Ideen

Weiterhin habe ich mir gedacht der Topf könnte vor der Gießkanne ausweichen, wenn die Pflanze kein Wasser benötigt, oder andersrum auf die Kanne zukommen, wenn zu wenig Wasser im Topf ist.

sketch_061128dpde.txtgieskanne.jpg