Archive for the 'Information Design' Category

ce.real

Tuesday, February 6th, 2007

Display

Project-Website | Video

Die interaktive Installation »ce.real« ermöglicht einen neuen Zugang zu Statistiken über ein experimentelles Interface. Getreidekörner repräsentieren Werte zur weltweiten Getreideproduktion. Ausgangspunkt sind zwei Glasröhren, die per Hand mit Getreide befüllt werden. Der Benutzer kommt mit den »realen Pixeln« direkt in Berührung.

In Abhängigkeit von der Getreidemenge wird das zugehörige Land ermittelt und angezeigt. Hierdurch wird die klassische Abfrage von Statistiken umgekehrt: Ausgangspunkt ist der Zahlenwert an sich und nicht die übergeordnete Größe, wie beispielsweise das Land. Die zweite Röhre ermöglicht den Vergleich zweier Länder. Eine Röhre wird als Konstante befüllt, mit Hilfe der zweiten werden weitere Länder abgefragt.

Durch Drehen eines Glases können zusätzliche statistische Werte eines Landes, wie beispielsweise dessen Stromverbrauch, abgefragt werden. Diese werden in Form von Piktogrammen auf das Getreide projiziert. Der Füllstand der Piktogramme entspricht der Höhe des Wertes. Ändert man nun die Getreidemenge und somit das Land, werden eventuelle Zusammenhänge sichtbar: Steigt mit der Getreideproduktion auch der Stromverbrauch?

Interaktion

Interaktion

Aufbau

Aufbau

»ce.real« provides a new way to explore statistics. Grains represent values of the worldwide production of cereals. The two glass tubes can be filled with grains by hand giving the user direct contact with the »real pixels«.

Subject to the quantity of grains the corresponding country is determined and displayed. This process reverses the classical retrieval of statistics: the starting point is the actual number and not the country. The second glass tube makes it possible to compare two countries. One glass tube shows a specific country, whilst the other glass tube can be used for queries for additional countries.

By rotating a glass tube, other data of a specific country can be queried (e.g. the level of energy consumption). This other information is projected as a pictogram onto the grains. The fill level of the pictogram corresponds to the statistical value. By changing the quantity of grains and thus the country, possible correlations can be observed: Does energy consumption rise with the production of cereals?
Piktogramm

ce.real

Saturday, January 13th, 2007

cereal3

»ce.real« schafft einen neuen, experimentellen Zugang zu Statistiken. Über einen Rohstoff, der sehr eng mit den dargestellten Werten verknüpft ist, werden abstrakte Zahlen visualisiert. In der ersten Umsetzung stellen Getreidekörner die Landwirtschaftsproduktion eines Landes dar.

Ausgangspunkt sind zwei Glasröhren, die per Hand mit dem Getreide befüllt werden. Der Benutzer kommt mit den »realen« Pixeln direkt in Berührung.

Ausgehend von der Getreidemenge wird das zugehörige Land ermittelt und angezeigt. Dadurch wird die klassische Abfrage von Statistiken umgekehrt: Ausgangspunkt ist der Zahlenwert an sich und nicht die übergeordnete Größe wie beispielsweise das Land. Auf diese Weise entdeckt der Benutzer Länder, die er aus einer konkreten Liste vielleicht nicht ausgewählt hätte.

Die zweite Röhre ermöglicht den Vergleich zweier Länder. Eine Röhre kann als Konstante befüllt bleiben, in der zweiten weitere Länder abgefragt werden. Ferner ist es möglich zwei Länder »zusammenzuschütten«. Welches Land ergibt das dann?

Ist über die Getreidemenge ein Land gewählt, können weitere Werte zu diesem Land abgefragt werden (Analphabetismus, Elektrizitätsverbrauch, Ärzte je 1000 Einwohner, …). Diese werden über Piktogramme visualisiert, die direkt auf das Getreide projiziert werden. Ändert man nun die Getreidemenge und somit das Land, werden eventuelle Zusammenhänge sichtbar: Sinkt beispielsweise die Zahl der Analphabeten mit steigender Landwirtschaftsproduktion?
cereal1

cereal2

cereal4
In ersten Studien wurde die Projektion auf Getreide getestet. Piktogramme funktionieren hier wesentlich besser als Text. Probleme gibt es noch beim Befüllen des Behälters. Aufgrund optischer Verzerrungen »wandert« das Piktogramm. Dies werde ich versuchen Software-seitig zu lösen. Der Füllstand der Glassäule wird per Webcam getrackt.

Um möglichst flexibel in der Abfrage der Daten zu sein, wurde eine Datenbank an Processing angebunden. Cloudscape erwies sich als sehr vorteilhaft. Es handelt sich um eine Java-Datenbank, die über das visuelle Frontend Cview bearbeitet werden kann.

juhuuuu InfoCocktails auf infosthetics.com

Wednesday, December 20th, 2006

ich habs nicht geglaubt bis ichs gerade gesehen hab:

bild-in-infostetics.jpg

InfoCocktails auf infosthetics.com

Statistik zum Anfassen

Friday, December 15th, 2006

Ausgangspunkt Getreideplotter

Besonders reizvoll an der Idee des Getreideplotters war die Tatsache, den Rohstoff, das Getreide, anfassen zu können. Das bisherige Konzept sah einen 3D-Display vor, der sich langsam aufbaut. Die Getreideberge anzufassen und zu verändern hatte dabei keinen Nutzen – im Gegenteil, die Darstellung würde dadurch sogar verfälscht werden.

Direkte Interaktion mit Getreide

hand
Das Anfassen und Dosieren von Getreidemengen sollte ins Zentrum der Anwendung rücken. Direkt mit den Händen wird Getreide aus einer größeren Menge geschöpft und in ein Behältnis gegeben. Ausgehend von der Getreidemenge werden statistische Daten aufgezeigt. Ein Korn könnte beispielsweise für eine Tonne Weizen stehen – ein Sack voll für das Getreide der ganzen Welt. Eine bestimmte Menge an Körner steht dann für ein bestimmtes Land. Ein sehr einfaches und intuitiv zu bedienendes Interface würde entstehen: über das Verändern der Getreidemenge werden Informationen zu unterschiedlichen Ländern abgerufen.

Das Abfragen von statistischen Werten wird in diesem Fall quasi umgekehrt. Der Benutzer fragt nicht nach Daten eines konkreten Landes, sondern gibt eine Menge vor und bekommt das Land zu dem diese gehört. Dadurch lernt er Ländern kennen, nach denen er vielleicht nicht konkret gefragt hätte.

Durch die Reduktion auf ein konkretes Land ist es auch möglich den Fokus auf kleine Länder zu legen.

Realisation
Über das Gewicht der Weizenkörner könnte deren Menge ermittelt werden. Eine Waage könnte sichtbar mit eingebunden werden oder unter dem Auffanggefäß platziert werden.

Auffangbehälter
Da sich die Körner in alle Richtungen verteilen, wenn sie auf eine plane Fläche fallen, ist ein Auffangbehälter für die Umsetzung sehr wichtig.

korb

Stroh- oder Weidekörbe würden die Natürlichkeit der Partikel unterstreichen und dämpfen den Fall gleichzeitig ab.

glas

Glas-Gefäse machen die Getreideberge auch von außen sichtbar. Ein schmaler Behälter könnte als eine Art Säule dienen, hat aber den Nachteil, das es schwierig wird, rückwirkend Getreideportionen zu entnehmen.

teller

Zum Rohstoff Nahrung würde auch ein Teller zum Auffangen der Körner passen.

Ein weiterer Test wurde mit einer lasierten Tonschale unternommen. Durch das Prasseln der Körner entsteht ein sehr angenehmer, heller Klang, der den Vorgang des Körnerrieselns akustisch unterstreicht.

laendervergleicht

Die Waage zur Ermittlung der Körnermenge könnte auch aktiv mit in die Anwendung eingebunden werden.

Eine Balkenwaage würde den Vergleich zweier Länder ermöglichen. Auf der einen Seite könnte ein Referenzland eingestellt werden, auf der anderen weitere Länder im Vergleich. Der Unterschied wird zusätzlich durch den Kippwinkel der Waage kommuniziert.

laendergewicht

Gemäß dem klassischen Funktionsprinzip einer Balkenwaage wäre denkbar Gewichte mit den unterschiedlichen Ländern zu beschriften. In eine Waagschale könnte Getreide gegeben werden, über die andere könnte der User austarieren, welchem Land diese Menge entspricht.

Output

Wie wird kommuniziert, um welches Land es sich handelt? Wo können Zusatzinformationen kommuniziert werden?

land

Denkbar wäre, dass das Getreiderieseln als reines Interface dient und weiterer Output über einen klassischen Monitor, bzw eine Projektion an die Wang geschieht. Auf diese Weise wäre die Informationsdichte sehr variabel. Parallel könnte eine Weltkarte angezeigt werden, um welches Land es sich gerade handelt.

Will man nur das entsprechende Land kommunizieren, könnte ein LED-Display dessen Namen anzeigen. Auch ein akustischer Output wäre denkbar. Sobald das Gefäß länger als eine halbe Sekunde in einem Zustand bleibt, wird das Land ausgesprochen.

Eine weitere Idee wäre auf den Getreideberg zu projezieren. Dabei müsste die Informationsdichte deutlich reduziert werden auf kurze Worte, Zahlen und Piktogramme. Über die Flaggen könnte das Land visualisiert werden, ohne eine komplette Karte zu benötigen.

mischform

Es wäre auch eine Mischform möglich: Kurze, zentrale Informationen werden direkt auf das Getreide projeziert, ausführlichere seitlich daneben auf den Untergrund.

Dem Prinzip einer Balkenwaage entsprechend könnte ein Balken dem aktuellen Gewicht entsprechend abgelenkt werden. Wird an das andere Ende des Balkens ein Stift gesetzt und läuft unter diesem Stift ein Papier durch, könnte ein EKG-ähnliches Bild der Verhältnisse unterschiedlicher Länder aufgezeigt werden und wie lange der User bei einzelnen Ländern verharrt ist. Diese abstrakte Form der Aufzeichnung könnte auch im Nachhinein ausgelesen werden.

Szenarien

History

history
Legt der Benutzer beim Befüllen des Behälters eine kurze Pause ein, wird ihm das zur jeweiligen Menge an Getreide passende Land angezeigt. Über die Getreidemengen wandert der User von einem Land zum anderen. Diese Bewegung könnte auf einer Weltkarte sichtbar gemacht werden, die gleichzeitig als History fungiert.

Eine Verknüpfung mit Google Earth wäre denkbar. Entsprechend der Getreidemenge fliegt man über die Weltkugel.

Korrelierende Größen

Im ersten Schritt wird über die Getreidemenge ein Land ausgewählt, z.B. über die Getreideproduktion. Im zweiten Schritt wäre die Verknüpfung mit weiteren relevanten statistischen Werten interessant. Beispielsweise mit der »Größe der Häuser« oder dem »Happiness Level«. Diese könnten – beispielsweise über Piktogramme – auf den Weizen projeziert werden.

Navigiert man im weiteren Verlauf zu anderen Ländern, kann man feststellen, ob beide Größen parallel wachsen, also korrelieren oder nicht. Welche Werte zu einem konkreten Wert sehr wahrscheinlich in Korrelation zueinander stehen, lässt sich über nationmaster.com recht gut abfragen.

korrelation

Jahreszahlen

jahreszahlen
Agricultural Production: Cereals, total production (http://earthtrends.wri.org)
Statistische Daten ändern sich nicht nur von Land zu Land, sondern auch von Jahr zu Jahr. Durch das Rieseln des Getreides könnte man sich auch durch die unterschiedlichen Jahre eines Landes bewegen.

Kalorien

kalorien
(http://www.fettrechner.de)
In der Anwendung sind nicht nur Erntespezifische Daten denkbar, sondern beispielsweise auch Ernährungsdaten. Will man den Pro-Kopf-Kalorienverbrauch vermitteln, könnte der Kalorienwert der Getreidemenge berechnet werden, die 1:1 den entsprechend durchschnittlichen Kalorienverbrauch darstellt.

Partikeldisplay

Thursday, November 23rd, 2006

Wie können aktuelle Nachrichten auf alternative Weise kommuniziert werden? Haptische Displays sind in diesem Kontext sehr sinnvoll. Sie können entfernte, abstrakte und komplexe Zusammenhänge in die physikalische Umgebung des Benutzers bringen. Er wird unmittelbar damit konfrontiert.

Reale Pixel könnten durch pulverartige Substanzen (z.B. Sand) repräsentiert werden. Die einzelnen Partikel werden durch physikalische Einflüsse so manipuliert, dass sie sich zu einer Datengrafik formieren.

Konzept: Sanddisplay

Eine Weltkarte ist Basis des Sanddisplays. Aktuelle Nachrichten rieseln in Form von Sandkörnern auf die entsprechende Stelle der Karte. Dabei werden Schlagworte der Meldung auf den Sandstrahl projiziert.

Je nach Wichtigkeit der Nachricht fällt mehr oder weniger Sand herab. Auf der Karte bilden sich Sandberge, die Ort und Wichtigkeit der Meldung visualisieren. Additiv bilden sich immer höhere Datenberge. Nach längeren Zeitintervallen, beispielsweise einem Tag, könnten Nachrichtenbilanzen abgelesen werden. Je höher der Sandberg, umso wichtigere Ereignisse.

Erste Tests
Sandkiste

Für erste Tests wurde eine Kiste mit einer ca. 40 x 60 cm großen Weltkarte ausgelegt und mit Folie bespannt, um das Papier vor dem färbenden Sand zu schützen.
Sandberge

Sandberge
Wie könnten Nachrichtenberge aussehen? Bedingt durch die Größe der Karte sind nur Kontinent spezifische Aussagen möglich. Sollen tatsächlich einzelne Länder identifiziert werden, ist eine größere Karte erforderlich.

Der verwendete Sand ist sehr grob und erfordert deshalb auch große Öffnungen für den Sandstrahl. Mit Quarzsand könnte man evtl feiner arbeiten.

Weizenberge

Getreidestatistik
Themenbezogene Materialien könnten ebenfalls spannend sein. Globale Datengrafiken zum Thema Ernährung könnten über Weizenkörner visualisiert werden. Die realen Weizenkörner bringen dabei nicht nur den visuellen Reiz und die Haptik mit, sondern kommunizieren zusätzlich auf olfaktorischer Ebene.
Getreidestatistik
Berge von Weizenkörnern visualisieren Ernteerträge verschiedener Regionen oder den pro Kopf Verbrauch von Weizen.

Untergrund

Leider stellte sich die Folie als sehr hinderlich heraus. Einerseits produzierten die Falten ungewollte Formen. Andererseits bewirkte die glatte, gespannte Oberfläche, dass die Körner nach Aufprall wegsprangen.
Präzise
Weitere Tests wurden mit einem Schuhkarton gemacht, der eine rauhe Pappoberfläche aufwies. Die Sandberge wurden hierdurch wesentlich präziser.

Rapskörner

Als weiteres »Alternativgranulat« wurden Rapskörner getestet. Wegen ihrer gleichmäßigen runden Form und der schwarzen Farbe, wirken sie grafisch recht schön. Ähnlich wie beim Weizen wäre ein semantisch passendes Thema sinnvoll. Beispielsweise erneuerbare Energien.
Untergrund
Im Test zeigte sich, dass sie extrem schwer zu handeln sind. Bei glatten Oberflächen springen sie wild auseinander. Ein Stofftuch konnte das springen sehr stark reduzieren. Auch die Weizenkörner sind durch das Stofftuch gut gebremst worden.

Projektion

Projektion
Erste Versuche zur Projektion wurden mit einem Radio-Wecker Beamer unternommen. Links: Runder Strahl aus einem Trichter, rechts breiter Strahl aus entsprechend zugeschnittenem Karton.

Föhn

Foehn
Mit Hilfe eines Föhns die Sandberge zu verschieben hat leider nicht funktioniert. Dafür aber das »Freischaufeln« als Indikator für eine Nachricht, wie es im letzten Post beschrieben war.

Metallkugeln

Metallkugeln
Als alternatives Granulat könnten auch Metallkügelchen verwendet werden. Sehr vorteilhalft ist dabei, dass sich Metall zusätzlich zur Schwerkraft durch Magneten steuern lässt.

Eine Plastikschachtel wurde für Versuchszwecke mit einer Weltkarte beklebt und mit Metallkügelchen gefüllt. Unter der Schachtel wird ein Magnet geführt, wodurch sich die Metallkügelchen bewegen. Sie führen scheinbar ein »Eigenleben«. Formieren sich je nach aktueller Nachrichtenlage immer neu.

Richtungsweiser

Thursday, November 16th, 2006

Ich möchte die Idee weiter verfolgen, Nachrichten mit den (Himmels)richtungen, aus denen sie kommen, zu verbinden.
Welche Möglichkeiten gibt es, die Richtung von etwas zu kommunizieren?

Nachrichtenkompass
Kompass

Ein Nachrichtenkompass könnte stets in die Richtung weisen, in der gerade wichtiges passiert in der Welt. Denkbar wären verschiedene Kompasse zu unterschiedlichen Schwerpunkten.

Richtungsweiser

Richtungsweiser

Die Beschreibung Nord, Süd, Ost West könnte weggelassen und der Kompass auf die Nadel reduziert werden. Ein Objekt, beispielsweise ein Quader oder ein Dreiecksprisma sind in ihrer Mitte drehbar gelagert. Sie weisen jeweils in die Richtung, wo aktuell besonders Wichtiges passiert.

Denkbar wäre ein handliches Objekt, das an unterschiedliche Orte (Schreibtisch, Wohnzimmertisch, …) gelegt werden kann und dort jeweils in die Richtung wichtigster Nachrichten zeigt. Der Richtungsweiser könnte zuzätzliche Anzeigen für die Wichtigkeit der Nachricht haben oder kurze Tags der Information anzeigen.

Wegweiser

wegweiser2Wie könnten unterschiedliche Schwerpunkte in einem Gerät, einer Anzeige vereint werden? Analog zu einem Wegweiser, der unterschiedliche Hinweise bündelt, könnten um eine zentrale Drehachse unterschiedliche Zeigeobjekte gelagert sein. Zu unterschiedlichen Schwerpunkten wie Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur gibt es jeweils einen Zeiger, der in die Richtung mit der wichtigsten Nachricht aus diesem Bereich zeigt.

Wetterhahn – woher weht der Wind?Wetterhahn

Ein weiteres Alltagselement, das Richtungen weist ist der Wetterhahn. Inspiriert durch den Wetterhahn, der Windrichtungen aufzeigt, kam mir der Gedanke durch Luftströme anzuzeigen, aus welcher Richtung momentan aktuelle Nachrichten »her wehen«.

Ventilatoren

Im Raum verteilte Ventilatoren (z.B. in jeder Himmelsrichtung einer) produzieren in Abhängigkeit vom Nachrichten-Aufkommen Wind. Über die Temperatur könnte vermittelt werden, ob es sich um eine positive oder negative Meldung handelt. Die Windstärke könnte die Wichtigkeit der Nachricht codieren.

Blowup

Auf der Ars Electronica 2005 gab es eine Installation mit Ventilatoren. Blow Up übersetzt den Atem eines Menschen auf riesige Ventilatoren. Eine kleine 3×4 Matrix an Windrädchen überträgt das Muster an eine Ventilatorenwand.

Spotlight
spot

Ein Scheinwerfer wirft seinen Lichtkegel in die Richtung aktueller Nachrichten. Auch weitere Lichtinstallationen wären denkbar. Eine Art ambient light könnte richtungsbezogen reagieren.

Globus
Ein realer Globus dreht jeweils die Seite nach oben, zu der die aktuell wichtigste Nachricht gehört.

Reale Partikelsysteme
Interessant fände ich es auch mit realen Partikeln zu arbeiten, d.h. Sand, Metallkügelchen, Pulver, …. Diese könnten als reale Pixel fungieren. Sehr faszinierend fand ich das Experiment Resonatie, das Pulver (Mehl?) durch Schallwellen bewegt.

Ich könnte mir vorstellen z.B. mit Sand zu arbeiten, der sich in unterschiedliche Richtungen bewegt. Dies könnte durch Luftströme oder Kippen beeinflusst werden. Es könnte Sandberge als Informationsträger entstehen. Denkbar wäre auch eine Weltkarte, die durch Sand verdeckt wird. Sobald wichtige Nachrichten zu einem Ort auf der Welt publik werden, wird der Sand dort zur Seite geblasen, um das Land darunter sichtbar zu machen. Der zeitliche Verlauf könnte dabei sehr spannend aussehen. Löcher im Sandfeld würden erst nach einiger Zeit verschwinden.
Sand

Mit Magneten könnte man evtl auch interessantes schaffen. Metallkügelchen könnten sich in Abhängigkeit von neuen Nachrichten neu formieren.

Datafountain

Tuesday, October 31st, 2006

datafountain

datafountain nutzt Brunnen als Informationsgrafiken. In Echtzeit werden Kurswerte von Yen, Euro und Dollar über die Höhe der einzelnen Fontänen visualisiert. Je nach Standort der Springbrunnen könnten auch weitere Daten visualisiert werden, z.B. Wetterlage, Verkehrsnachrichten, Zugabfahrtszeiten, … Toll finde ich den Ansatz die rein dekorative Funktion eines Brunnens mit Informationen zu belegen und somit Informationen auf sehr subtile Weise in den Alltag zu bringen.