Wenn Sie Ihr Auslandssemester außerhalb Europas antreten, ist es unter Umständen möglich, einen Zuschuss für z. B. ein Flugticket zu erhalten, darüber sollten Sie sich möglichst früh informieren. Für die Zeit im Ausland gibt es zudem mehr BAföG als für ein Studium an einer inländischen Hochschule. Grund dafür ist, dass der Gesetzgeber Auslandsstudenten einen höheren Finanzbedarf zuerkennt. Konkret stehen Ihnen im Ausland zusätzlich zum normalen Bedarf bis zu 4600 Euro Studiengebühren pro Jahr, Reisekosten und ein Zusatzbetrag für die Krankenversicherung zu. Außerhalb der EU kommen außerdem noch 60 bis 450 Euro als Ausgleich für die höheren Lebenskosten hinzu. Weil der Bedarf insgesamt höher ist als im Inland, können auch die Studenten im Ausland Geld vom Staat erhalten, die im Inland kein Bafög bekommen. Die genauen Voraussetzungen dafür findest du im Intranet, beim Auslandsamt, bei der Bafög-Stelle im Studentenhaus und im Internet.
www.bafoeg.bmbf.de
Der Antrag dafür sollte etwa 6 Monate vor dem geplanten Beginn Ihres Auslandssemesters beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung gestellt werden. Neben dem BAföG gibt es viele weitere Förderungsmöglichkeiten. SOKRATES ist ein Programm der EU für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der allgemeinen Bildung. Unter dem Teilprogramm ERASMUS laufen Aktionen für den Hochschulbereich, insbesondere können Auslandsaufenthalte von Studierenden gefördert werden. Studierende können nach Abschluss des ersten Studienjahres drei bis zwölf Monate an einer europäischen Gasthochschule studieren (gegebenenfalls in Verbindung mit einem Praktikum). Eine Förderung ist im Laufe des Studiums (bis einschließlich der Promotion) nur einmal möglich. Für detaillierte Informationen zum Bewerbungsverfahren wendest du dich an die oben genannten Ansprechpartner. Die ERASMUS-Förderung kommt direkt vom Auslandsamt der FHWS
Das Free-Mover-Stipendienprogramm (FMS) ermöglicht Studierenden einen Auslandsaufenthalt, für die eine Förderung über ERASMUS nicht möglich ist. ERASMUS fördert den Studierendenaustausch in Europa ausschließlich im Rahmen von gegenseitigen Abkommen der teilnehmenden Hochschulen. Das Netz der Hochschulen ist aber nicht flächendeckend und ermöglicht somit in vielen Fällen den Studierenden nicht, an der Gasthochschule ihrer Wahl zu studieren. Mit dem FMS des DAAD soll diese Lücke geschlossen werden. Die FMS-Mobilitätszuschüsse werden über die deutschen Hochschulen an deutsche Studierende für ein Teilstudium im europäischen Ausland vergeben.